Kompletten Artikel als PDF kaufen

Unten finden Sie eine Vorschau auf den Inhalt. Der Preis für diesen Artikel im Volltext beträgt 30,00 EUR inkl. MwSt. Sie bekommen den Artikel in wenigen Minuten bequem als PDF an Ihr E-Mail-Postfach geschickt.

MedSach Ausgabe: 03-2014, Seite 96  
R. Freudenstein

Neuregelungen zur Lebendorganspende – aus Sicht des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Durch das Transplantationsänderungsgesetz wurden zum 01.08.2012 einerseits die Rechte lebender Organ- und Gewebespender gestärkt und Leistungsansprüche gegenüber der Krankenund Unfallversicherung kodifiziert, andererseits jedoch im Detail neue gutachtliche Fragestellungen aufgeworfen: Nach Organlebendspende entsteht ein Leistungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn Gesundheitsschäden über „regelmäßig entstehende Beeinträchtigungen“ hinausgehen. Dabei schließt das Vorliegen eines Leistungsfalles der gesetzlichen Unfallversicherung die Zuständigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Eine eindeutige Operationalisierung dieses Abgrenzungskriteriums liegt bisher nicht vor. Auf Basis einer Literaturrecherche werden hier Schwellenwerte vorgeschlagen, deren Überschreitung ein Indiz für nicht mehr regelmäßig entstehende Beeinträchtigungen wäre.
Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung für Lebendorganspender hat der Gesetzgeber ausdrücklich auch Leistungen zur Rehabilitation erwähnt. Da Lebendspenden nur zulässig sind, wenn durch sie i. d. R. keine langfristigen Beeinträchtigungen zu erwarten sind, wäre eine Rehabilitationsbedürftigkeit aber stets Ausdruck eines komplizierten Verlaufs. Dieser würde jeweils die Leistungszuständigkeit der gesetzlichen Unfallversicherung begründen. Die gesetzliche Vermutung eines Ursachenzusammenhangs bei Ausoder Nachwirkungen der Spende könnte zu einer nicht ganz geringen Zahl von Leistungsfällen in der gesetzlichen Unfallversicherung führen – z. B. bei Bluthochdruck nach Nierenlebendspende. Hier ist in Zukunft mit anhaltenden Fachdiskussionen zu rechnen.

Stichworte: Lebendorganspende – gesetzliche Krankenversicherung – Beeinträchtigungen – Komplikationen

Anschrift des Verfassers:
Dr. med. Rüdiger Freudenstein
Facharzt für Chirurgie, Sozialmedizin,
Ärztliches Qualitätsmanagement
Leiter Fachreferat Arbeitsunfähigkeit
Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
Baden-Württemberg
Ahornweg 2
77933 Lahr

 

  • Zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Schlagworte zu diesem Artikel:

Leistungsfall (53%)Unfallversicherung (43%)Ausoder (40%)

Weitere Artikel zum Thema

Zeitschriftenkonzept

Der MedSach ist im Kreis der gutachtlichtätigen Ärzte seit über 100 Jahren bewährt. Er informiert in jeder Ausgabe aktuell über medizinische und juristische Probleme in Fragen der Begutachtung.

mehr

E-Mail an die Redaktion

Der direkte Draht zu Ihnen ist uns wichtig. Sind Sie mit unserem Angebot zufrieden? Haben Sie neue Ideen? Fehlt Ihnen etwas?

Schreiben Sie uns!

Bookshop

Hier finden Sie ausgewählte Titel zur Arbeits- und Sozialmedizin.

zum Bookshop

 

Heidelberger Gespräch

Vom 9. - 10.10.2019 in Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum dkfz, weitere Informationen hier

Diesen Hinweis ausblenden.