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MedSach Ausgabe: 02-2017, Seite 57  
A. Jubel, L. Mülheims

Altersdiskriminierung in der gesetzlichen Unfallversicherung: Problematik der Schadensanlage bei älteren Menschen

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Am 14.08.2006 wurde in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom Bundestag verabschiedet. Das Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen aufgrund bestimmter soziologischer Merkmale zu verhindern oder zu beseitigen. Im § 1 des AGG wird ausdrücklich auch das Merkmal „Alter“ genannt. In § 2 AGG wird unter den konkreten Benachteiligungen der Sozialschutz einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste aufgeführt. Der jüngere Versicherte darf keinen „besseren“ Versicherungsschutz erhalten als der Ältere. Insofern werden auch medizinische Sachverständige bei der Klärung von Kausalitätsfragen im Rechtsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung mit dem AGG konfrontiert. Grundsätzlich folgt die Kausalitätsprüfung bei älteren Versicherten den Kriterien der sozialrechtlichen Kausalitätslehre, d.h. der Zurechnungslehre der wesentlichen Bedingung. Zusätzlich müssen hier aber die physiologischen, altersspezifischen Veränderungen berücksichtigt werden, um eine Diskriminierung im Sinne des AGG zu vermeiden. Eine strukturierte Kausalitätsprüfung bei älteren Patienten muss sich beim Vorliegen konkurrierender Ursachen immer der Frage stellen, ob eine altersgerechte, oder aber über das altersentsprechende Maß hinausgehende Texturstörung/Degeneration des geschädigten Gewebes vorliegt. Eine altersgerechte degenerative Veränderung des Körpers ist keine Schadensanlage mit der ein (Arbeits-)Unfall abgelehnt werden kann; geschieht dies doch, ist dies eine unzulässige Altersdiskriminierung.

Stichworte: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – Altersdiskriminierung – altersgerechte Degeneration – altersgerechte Texturstörung – Kausalitätsprüfung – gesetzliche Unfallversicherung – Begutachtung

Abstract English

Abstract:

Keywords:

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Axel Jubel
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg,
Campus Hennef,
Fachbereich Sozialversicherung
Eduardus-Krankenhaus Köln,
Klinik für Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie
Custodisstr. 3–17
50679 Köln

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Kausalitätsprüfung (49%)Benachteiligung (45%)Zurechnungslehre (43%)

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