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MedSach Ausgabe: 04-2012, Seite 165  
H. Dreßing, K. Foerster

Das Problem der zumutbaren Willensanspannung – aus medizinischer Sicht

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Bei sozialrechtlichen Begutachtungen ist die Beweisfrage, ob ein Antragsteller sogleich oder innerhalb eines gewissen Zeitraums allein oder mit ärztlicher Hilfe bei „zumutbarer Willensanspannung“ die bestehenden Störungen überwinden kann, eine gängige Fragestellung. Der psychiatrische Sachverständige muss sich bei dieser Fragestellung sowohl mit dem Begriff der Zumutbarkeit als auch mit krankheitsbedingten Einschränkungen der Willensbildung auseinandersetzen. Die Frage nach der „zumutbaren Willensanspannung“ adressiert zentrale Probleme der psychiatrischen Begutachtung. Zwar kann der psychiatrische Gutachter zur philosophischen Thematik, ob es überhaupt einen freien Willen gibt, keine empirischen Untersuchungsergebnisse beitragen. Aufgrund der psychiatrischen Fachkunde können jedoch Angaben dazu gemacht werden, ob aufgrund psychopathologischer Symptome die grundsätzliche Befähigung zur Willensanspannung beeinträchtigt ist. Dabei sind auch Fragen der Motivation zu diskutieren und es muss eine differenzialdiagnostische Abgrenzung krankheitswertiger psychischer Symptome von aggravierten oder simulierten Symptomen vorgenommen werden. Für diese Aufgaben sind der sorgfältig erhobene psychopathologische Befund und die Verhaltensbeobachtung in der Untersuchungssituation die zentralen Erkenntnisquellen.

Stichworte: Willensanspannung – Zumutbarkeit – Simulation – Aggravation – psychiatrische Begutachtung

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Harald Dressing
Leiter des Bereichs
forensische Psychiatrie
Zentralinstitut für seelische Gesundheit
J5
68159 Mannheim

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Symptom (41%)Willensbildung (38%)Untersuchungssituation (37%)

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