Sauerstoff-Langzeittherapie bei COPD nur bei manifester respiratorischer Partialinsuffizienz in Ruhe indiziert

Bei mäßiger Erniedrigung der Sauerstoffsättigung (bis 89 %) oder alleinigem moderaten Abfall der Sauerstoffsättigung bei Belastung ist eine Sauerstoff-Langzeittherapie bei Patienten mit COPD weder mit einer verbesserten Prognose noch mit einer verbesserten Lebensqualität assoziiert, berichtete Marek Lommatzsch von der Universitätsmedizin Rostock, Abteilung für Pneumologie am Zentrum für Innere Medizin, auf dem 12. DGIM-Internisten-Update-Seminar am 1. und 2. Dezember 2017 in Wiesbaden. Das zeigt eine aktuelle große und lang angelegte US-amerikanische Studie.
Es gilt daher weiterhin die Empfehlung, dass eine Sauerstoff-Langzeittherapie bei COPD nur bei einer manifesten und wiederholt nachgewiesenen respiratorischen Partialinsuffizienz in Ruhe (PaO2 < 55 mm Hg bzw. 7,3 kPa) verordnet werden sollte, wie in der deutschen Leitlinie zur Sauerstoff-Langzeittherapie aus dem Jahr 2008 formuliert.

Literatur

Albert RK, Au DH, Blackford AL, et al.: A randomized trial of long-term oxygen for
COPD with moderate desaturation. N Engl J Med 2016; 375: 1617-27

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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