Moderne physikalische Schmerztherapie mit bio-psycho-sozialem Ansatz

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen geht es in der Regel nicht um Heilung, sondern um Akzeptanz, erklärte Jacqueline Heimberg von den Sana-Kliniken Sommerfeld, Klinik für Manuelle Medizin, auf dem 125. Internistenkongress vom 4. bis 7. Mai 2019 in Wiesbaden.
Wichtig ist ein ganzheitliches Vorgehen mit aktiver Einbeziehung des Patienten, wobei v. a. auch psychische Aspekte berücksichtigt werden müssen. Auch die physikalische Therapie von Schmerzen hat inzwischen einen bio-psycho-sozialen Ansatz. Manuelle Therapie als eine Ansammlung verschiedener Techniken ist dagegen obsolet, da sie den Patienten in eine passive Rolle drängt.

Oft finden sich bei Schmerzpatienten anhaltende vegetative Störungen wie Schlafstörungen, Erschöpfung oder eine Reizdarmsymptomatik. Hier bewähren sich die altbekannten Kneipp-Verfahren, zu denen ja auch Ordnungstherapie (und etwa Schlafhygiene) gehören.

Auch bei alten Schmerzpatienten lassen sich im Rahmen einer zwei- bis dreiwöchigen stationären Therapie oft gute Effekte erzielen. Erforderlich dafür ist ein multimodales interdisziplinäres Behandlungskonzept mit dem Ziel einer Verhaltensänderung.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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