COPD beeinflusst die Herzfunktion – EKG-Veränderungen beachten

Patienten mit der chronischen Lungenerkrankung COPD („chronic obstructive pulmonary disease“) leiden nicht nur unter häufigem Husten, Atembeschwerden und Entzündungen im Bereich der Atemwege, sie entwickeln auch Begleiterkrankungen, die andere Organe betreffen, insbesondere das Herz. Das zeigt die große deutschlandweite COSYCONET-Studie, die auf dem 125. Internistenkongress vom 4. bis 7. Mai 2019 in Wiesbaden vorgestellt wurde.
Eine aktuelle Auswertung dieser Langzeit-Studie, an der mehr als 2.700 COPD-Patienten aus 29 Versorgungszentren teilnehmen, erläuterte der DGIM-Kongresspräsident Claus Franz Vogelmeier, Direktor der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie des Universitätsklinikums Gießen/Marburg: „Wir beobachten, dass die linke Herzkammer bei COPD-Patienten oft verkleinert ist; außerdem ändert sich durch die Überblähung der Lunge die Lage des Herzens im Brustkorb“, so der Pneumologe, der die COSYCONET-Studie mit initiiert hat und leitet.

Wie die aktuellen Daten zeigen, verschiebt sich mit zunehmendem Schweregrad der COPD auch die elektrische Achse des Herzens. „Diese Veränderung muss an sich keinen Krankheitswert haben“, erklärte Vogelmeier. Es sei jedoch wichtig, die möglicherweise durch die COPD verursachten Verschiebungen bei der Interpretation von EKG-Ableitungen zu berücksichtigen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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