Vitamin D nur selten indiziert

Da der Hype um Vitamin D nicht abzuebben scheint, gab Martin Fassnacht von der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, Schwerpunkt Endokrinologie & Diabetologie am Universitätsklinikum Würzburg, ein kurzes Update auf dem 12. Allgemeinmedizin-Update-Seminar am 27. und 28. April 2018 in Wiesbaden.
Die Datenlage ist eigentlich klar: Nur Risikogruppen wie alte Menschen, Patienten mit körperlicher, religiöser oder durch Lebensumstände bedingter unzureichender Sonnenlichtexposition, Säuglinge (möglicherweise Kleinkinder) sowie Patienten mit Steroidmedikation benötigen eine Vitamin-D-Supplementation (1.000 bis 2.000 IE pro Tag).

Eine solche Vitamin-D-Supplementation kann durchgeführt werden, ohne dass zuvor das 25-Hydroxy-Vitamin-D im Serum gemessen wird. Die Analyse mittels Immunassays ist fehlerhaft und wenn sie denn schon erfolgt, sollte immer auch Parathormon, Calcium, Phosphat und die Nierenfunktion (GFR) mitanalysiert werden.

Ungeachtet dessen sind allein 2017 bereits wieder über 4.500 (!) Publikationen zu Vitamin D erschienen. Neue Behandlungsindikationen ergeben sich aus der Studienlage aber nicht.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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