Vorsicht mit hochdosierter SSRI-Therapie bei Jugendlichen

Im Zusammenhang mit der Thematik von suizidalem Verhalten wurde in den vergangenen Jahren häufig auf das erhöhte Risiko für suizidales Verhalten unter Einnahme von Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) in der Altersgruppe der Adoleszenten hingewiesen, berichtete Paul Plener von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm auf dem 8. Psychiatrie-Update-Seminar am 9. und 10. März 2018 in Wiesbaden.
Diese Problematik wurde in einer Studie von Miller u. a. unter Berücksichtigung der eingenommenen Dosierungen analysiert. Dabei zeigte sich, dass selbstschädigende Ereignisse vor allem bei einer Hochdosisbehandlung von Adoleszenten und jungen Erwachsenen vorkamen. Die Befunde lassen darauf schließen, dass ein Medikationsbeginn mit SSRIs vor allem in der Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit niedrigen bis moderaten Dosen erfolgen sollte und eine Steigerung nur schrittweise angestrebt werden sollte, erklärte Plener.

(Miller M, Swanson SA, Azrael D, Pate V, Stürmer T: Antidepressant dose, age, and the risk of deliberate self-harm. JAMA Intern Med. 2014; 174: 899-909)

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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