Angststörungen oft maskiert als Herzbeschwerden

Sehr häufig maskieren sich Angststörungen als rezidivierende Herzbeschwerden wie z. B. Herzrasen oder Angina pectoris (funktionelle Herzbeschwerden), berichtete Ingrid Kindermann von der Inneren Medizin III am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar auf dem 13. DGK-Kardiologie-Update-Seminar am 23. und 24. Februar 2018 in Wiesbaden.
Diese Beschwerden können mit einem ausgeprägten Rückversicherungs- und hilfesuchenden Verhalten mit häufigen Arzt- und Krankenhausbesuchen als auch häufigen Wechseln des behandelnden Arztes (Doktor-Hopping) vergesellschaftet sein. Ca. 16 % bis 25 % aller Patienten in einer Notfallambulanz zeigen die diagnostischen Kriterien einer Panikattacke; bei Patienten mit unauffälligem Herzkatheterbefund ließen sich psychische Störungen bei 34 % bis 56 % der Betroffenen nachweisen.

Insbesondere bei Patienten, die aufgrund kardialer Symptome mehrfach verschiedene Ärzte aufgesucht haben, ohne dass eine richtungweisender organischen Befund festgestellt werden konnte, sollte an eine Angststörung gedacht werden und sollten weitere diagnostische Schritte eingeleitet werden, forderte Kindermann.
Ergänzend ist anzumerken, dass eine entsprechende korrekte Diagnose auch im Rahmen einer Begutachtung von entscheidender Bedeutung sein kann.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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