DSM-V: Schlafstörungen als eigenständiges Störungsbild

Die 2013 eingeführte neueste Fassung des amerikanischen Diagnosemanuals Psychischer Störungen – DSM-V – hat einen Paradigmenwechsel vollzogen, erklärte Priv-Doz Dr. Dieter Kunz von der Klinik für Schlaf- und Chronomedizin am St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin auf dem 11. Allgemeinmedizin-Update-Seminar am 12. und 13. Mai 2017 in Wiesbaden:
Ein-/Durchschlafstörungen mit Beeinträchtigung in sozialen, schulischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen werden nicht mehr als Symptom psychischer Störungen, sondern als eigenständiges Störungsbild codiert. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft die am häufigsten diagnostizierte psychische Störungsgruppe die Schlaf-Wach-Störungen sein werden.

Dies ist einerseits begrüßenswert, kommentierte Kunz. Auf der anderen Seite stehe für viele der Störungsbilder noch keine spezifische Therapie zur Verfügung. Mehr noch, es fehle bisher in Deutschland eine Ausbildung von Spezialisten im neurologisch/psychiatrischen Bereich als auch in der Allgemeinarzt-Praxis.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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