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MedSach Ausgabe: 06-2016, Seite 260  
M. Meyer-Clement, St. Bultmann, M. Wich

Bedeutung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes für die Beurteilung des Ursachenzusammenhanges in der gesetzlichen Unfallversicherung, dargestellt an einem Fallbeispiel.

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Medizinische Erfahrungssätze, die ein Gericht seiner Entscheidung zu Grunde legt, müssen auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand beruhen. In der hier dargestellten Fallgestaltung geht es um die Frage, ob eine traumatische Bandscheibenschädigung – auch ohne Begleitverletzung – durch ein Anlassgeschehen (wenn auch ein gewaltsames) im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung verursacht werden kann. Der 10. Senat des LSG Baden- Württemberg (LSG BW) hat sowohl im Ausgangsverfahren (Beschluss vom 22.12.2010, Az.: L 10 U 3840/10 in UV-Recht Aktuell 2011, 256-267), als auch nach der Zurückverweisung (Urteil vom 18.06.2015, Az. L 10 U 221/13 ZVW in www.sozialgerichtsbarkeit.de ) durch das Bundessozialgericht, aus eigener – nicht medizinischer – Überzeugung einen Ursachenzusammenhang bejaht, ohne den hierfür erforderlichen aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand festzustellen und zu berücksichtigen. Der im wiedereröffneten Berufungsverfahren gehörte Gutachter hat sich auf eine medizinische Einzelmeinung in der Literatur gestützt und nicht den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu Grunde gelegt. Anhand dieses Falles soll der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand zu traumatischen Bandscheibenschäden dargestellt und aufgezeigt werden, dass ein isolierter Bandscheibenschaden ohne eine nachweisbare Begleitverletzung als wissenschaftlich nicht gesichert gilt.

Stichworte: gesetzliche Unfallversicherung – Wirkungszusammenhang – isolierter Bandscheibenvorfall – Theorie der wesentlichen Bedingung – Begutachtung

Anschrift des Verfassers:
Michael Meyer-Clement
Facharzt für Chirurgie und
Unfallchirurgie, Sozialmedizin
Institut für Medizinische
Begutachtung, Mönckebergstr. 31,
20095 Hamburg

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Begleitverletzung (39%)Bandscheibenschaden (36%)Anlassgeschehen (32%)

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