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MedSach Ausgabe: 06-2017, Seite 286 - 290
I. Weiser, A. Kaden, B. Fleer

Neuregelungen in der Begutachtung der Pflege­bedürftigkeit – aus medizinischer Sicht

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 01.01.2017 wurde auch ein neues Begutachtungsinstrument implementiert, das die Feststellung von Pflegebedürftigkeit grundlegend ändert. Das zukünftige Verfahren sieht eine Ausdifferenzierung der derzeit angewendeten drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade vor. Das bisherige Verständnis von Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI konzentriert sich auf zeitlich eng begrenzte Hilfen bei einzelnen Alltagsverrichtungen, die insbesondere den Bedarf von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen abbilden. Das zukünftige Begutachtungsverfahren basiert auf wissenschaftlich erarbeiteten Elementen und korrigiert die Kritik am bisherigen System, indem es eine Gleichbehandlung von Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Menschen mit gerontopsychiatrischen und psychischen Beeinträchtigungen ermöglicht. Künftig werden auch Aspekte der Teilhabe berücksichtigt. Im Fokus des neuen Begutachtungsverfahrens steht nicht mehr der Zeitaufwand des Hilfebedarfes, sondern der Grad der Selbstständigkeit bei der Durchführung von Aktivitäten oder der Gestaltung von Lebensbereichen und die damit verbundene Notwendigkeit von personeller Unterstützung durch andere. Pflegebedürftigkeit wird mithilfe von sechs pflegerelevanten Bereichen (Modulen) abgebildet, welche mit einer unterschiedlichen Gewichtung in den Pflegegrad einfließen. Darüber hinaus werden Informationen zu Beeinträchtigungen bei außerhäuslichen Aktivitäten und der Haushaltsführung erfasst, die jedoch nicht in die Berechnung des Pflegegrades einfließen. Die stärkere Berücksichtigung der individuellen Ressourcen ermöglicht die Empfehlung von geeigneten präventiven und rehabilitativen Maßnahmen sowie Maßnahmen der Hilfs- und Heilmittelversorgung.

Stichworte: SozialePflegeversicherung–Pflegereform– Pflegebedürftigkeit – Begutachtung – Medizinischer Dienst der Krankenversicherung

Abstract English

New regulations in the assessment of need for care – from a medical perspective

Abstract: The introduction of the new concept of “in need of care” on 1 January 2017 also saw the implementation of a new assessment tool that has fundamentally changed the definition of the need for care. The procedure to be adopted in future will hone the three care levels currently used down into five levels of care. The previous understanding of need for care in accordance with Book XI of the German Social Code focussed on assistance with individual everyday tasks for narrowly limited periods time, which particularly reflected the needs of people with physical impairments. The future assessment process will be based on academically compiled elements and will correct the criticisms of the previous system by facilitating equal treatment of people with physical disabilities and people with geropsychiatric and psychical impairments. Issues relating to participation will also be considered in future. The new assessment process will no longer focus on the time taken to provide the required assistance, but on the degree of independence when performing activities or structuring areas of life and the associated need for assistance from outside care- givers. The need for care is mapped using six care-related areas (modules) that are incorporated into the level of care required with different weightings. In addition, information on impairments in relation to activities outside the home and managing the home will be recorded, although this information will not be factored into the calculation of the level of care. The increased focus on individual resources will allow the recommendation of suitable preventative and rehabilitative measures and measures for delivering resources and remedies.

Keywords: socialcareinsurance–carereform–inneedofcare– assessment – medical service of health insurance company

Anschrift des Verfassers:
Ines Weiser
Dipl.-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin
Fachreferentin Fachbereich Pflege
Begutachtung
MDK Sachsen
Am Schießhaus 1
01067 Dresden

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Pflegegrad (69%)Begutachtungsverfahren (50%)

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