Testosteron-Ersatztherapie des Altershypogonadismus

Der Altershypogonadismus oder Late-Onset-Hypogonadismus (LOH) ist ein klinisches und biochemisches Syndrom, das mit fortschreitendem Alter einhergeht und sowohl durch einen Testosteronmangel als auch durch Symptome (zunächst Störungen der Sexualfunktion, später Abnahme der Muskelkraft, Anämie und Osteoporose, meist auch vegetative und subjektive Beschwerden) einhergeht, berichtet Christian Sigg vom Andrologie-Zentrum in Zürich.
Erforderlich ist in jedem Verdachtsfall eine klinische Untersuchung, wobei dem Fettverteilungsmuster, allfälligen Muskelatrophien und dem Genitalstatus besonderes Augenmerk gilt. Liegt der morgendliche Testosteronwert unter 8 nmol/l, gilt die Diagnose eines Hypogonadismus als gesichert.

Bei gesichertem Testosteronmangel sind positive Effekte einer Testosteron-Ersatztherapie (TRT) auf sexuelle Funktionen, Knochendichte, metabolisches Syndrom, Typ-2-Diabetes sowie kognitive und psychische Funktionen belegt. Ziel der TRT müssen ein physiologischer Bereich von 12 – 14 nmol/l sowie gleichzeitig eine Verbesserung der Symptome sein. Testosteron, Hämoglobin + Hämatokrit und PSA sollten im ersten Jahr alle 3 Monate, später jährlich kontrolliert werden.

(Sigg, Ch.: Testosteronersatz bei älteren Männern – ein Paradigmenwechsel. tägliche praxis (2017) 59(2): 333-343)

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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