Schmerzensgeld bei fehlerhafter Knieprothesen-Implantation

Kommt es aufgrund einer fehlerhaften Implantation einer Kniegelenksprothese mit einer Valgusfehlstellung von 13,55° zu einer Behandlungsverlängerung um neun Monate und zur Notwendigkeit einer Revisionsoperation sowie einer anschließenden erneuten Reha-Maßnahme, ist ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro angemessen, lautet der Leitsatz eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Brandenburg vom 1.12.2016 (AZ: 12 U 222/15).
Der Sachverständige hat eindeutig klargestellt, dass es sich um einen für den Operateur vermeidbaren – und damit auch vorwerfbaren – Fehler gehandelt hat, da er intraoperativ die fehlerhafte Winkeleinstellung hätte erkennen können und müssen. Anderenfalls wäre es nicht zu einer Rotationsfehlstellung in einem nicht mehr tolerierbaren Bereich gekommen.

Die Feststellungen des Sachverständige stehen auch in Übereinstimmung mit den von dem im Schlichtungsverfahren beauftragten Gutachter getroffenen Feststellungen und der Einschätzung der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern, erklärte das OLG.

(Versicherungsrecht 68 (2017) 18: 1143-1144)

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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