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MedSach Ausgabe: 03-2017, Seite 109  
E. Richartz-Salzburger

Begutachtung nach Flucht und Migration – Posttraumatische Belastungsstörung bei Asylbewerbern – aus medizinischer Sicht

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine der am häufigsten genannten psychiatrischen Diagnosen bei Asylsuchenden, wenn es um Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder aber um Feststellung inlandsbezogener Abschiebehindernisse geht. Mit Einführung des DSM-5 haben sich einige Änderungen der Diagnosekriterien der PTBS ergeben, unter anderem wird nun auf die Definition subjektiver Traumakriterien verzichtet. Neben der Diagnose einer PTBS dürfen andere häufige Traumafolgestörungen sowie komorbide Erkrankungen nicht übersehen werden. Die Relevanz jedweder Diagnose ergibt sich dabei aus den konkreten funktionellen Auswirkungen des gesamten psychischen Störungsbildes auf Alltagsgestaltung und Partizipation des Betroffenen. Bei der Untersuchung traumatisierter Asylsuchender sind formale, kulturelle sowie krankheitsimmanente Besonderheiten zu beachten, die die Anamnese- und Befunderhebung erschweren können. Dolmetscher sollten geschult, der Untersucher mit kulturspezifischen Symptombildungen und symbolhafter Benennung traumatischer Erfahrungen vertraut sein. Von zentraler diagnostischer Bedeutung bleibt unter Berücksichtigung fremd- und eigenanamnestischer Angaben der konkrete, detaillierte psychische Befund, ergänzt durch eine Persönlichkeits- und Verhaltensbeobachtung zur Identifizierung unbewusster und bewusster Motive. Schlussendlich erweisen sich für die Exploration, die Diagnostik sowie für gegebenenfalls notwendige Interventionen psychotherapeutische Erfahrungen für den psychiatrischen Gutachter als unabdingbar.

Stichworte: Asylverfahren – psychisches Trauma – posttraumatische Belastungsstörung – Diagnosekriterien – psychiatrische Begutachtung

Abstract English

Abstract:

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Anschrift des Verfassers:
Priv. Doz. Dr. med. Elke Richartz-SalzburgerWinlandstr. 981549 München

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Alltagsgestaltung (45%)Abschiebehindernis (42%)Symptombildung (41%)

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