Fibromyalgie – Fakten und "fake News"

Verschiedene "fake News" zur Fibromyalgie korrigierte Winfried Häuser vom Klinikum Saarbrücken auf dem 125. Internistenkongress vom 4. bis 7. Mai 2019 in Wiesbaden.
Fibromyalgie ist eine definierte Krankheit, deren Diagnose meist einfach ist, und nicht eine Ausschluss-Diagnose.
Kernsymptome der Fibromyalgie sind:
• chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen
• nicht erholsamer Schlaf
• reduzierte körperliche und/oder geistige Leistungsfähigkeit

Zur Diagnosestellung ist keine Untersuchung der sog. Tenderpoints erforderlich.

Bei der Fibromyalgie handelt es sich um eine Kontinuums-Störung. Daher laute die Frage nicht „Haben Sie Fibromyalgie?“ sondern „Wieviel Fibromyalgie haben Sie?“.

Wichtig ist weiter, dass es selten ein reines Fibromyalgiesyndrom gibt. Typisch sind dagegen Mischbilder, etwa mit myofaszialen bzw. neuropathischen Schmerzen, Arthrose oder blandem entzündlichem Rheuma, sowie häufige Überlappungen mit psychischen Störungen wie Depression oder somatoformen Störungen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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