Perioperatives Delir möglichst vermeiden

Ein perioperatives Delir ist häufig und erhöht Morbidität, Letalität, Krankenhausverweildauer sowie die Kosten, berichtete Detlef Kindgen-Milles von der Klink für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf auf dem 10. Anästhesie-Intensiv-Update-Seminar am 22. und 23. März 2019 in Wiesbaden. Betroffene Patienten müssen häufiger anschließend in Pflegeinrichtungen untergebracht werden.
Mehrere Leitlinien geben klare Empfehlungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie. Ein regelmäßiges Monitoring von Sedierung/Agitation und Delir soll auf Intensivstationen durchgeführt werden. Hypoaktive Delirien kommen häufiger vor als hyperaktive und werden öfter übersehen, haben aber ein ähnlich schlechtes Outcome wie hyperaktive Delirien.

Risikopatienten für ein Delir sollen bei der Prämedikation detektiert werden, um prophylaktische Maßnahmen während der Anästhesie zu ermöglichen. Dazu gehört der Verzicht auf Benzodiazepine, eine adäquate und nicht zu tiefe Narkoseführung, die perioperative Aufrechterhaltung der normalen Physiologie sowie postoperativ die schnellstmögliche Rückkehr zur Normalität. Eine zielgerichtete postoperative Analgosedierung verkürzt die Intubationszeit bei nachbeatmeten Patienten und reduziert die Sterblichkeit.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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