Vorgehen beim neurologischen Notfall im Katheterlabor

Die relevanteste neurologische Komplikation während einer diagnostischen oder interventionellen Katheteruntersuchung des Herzens ist die akute zerebrale Ischämie, erklärte Matthias Sitzer von der Klinik für Neurologie am Klinikum Herford auf dem 14. DGK-Kardiologie-Update-Seminar am 15. und 16. Februar 2019 in Wiesbaden.
Grundsätzlich stehen heute verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, um eine solche periprozedurale zerebrale Ischämie schnell zu behandeln (intravenöse Thrombolyse, endovaskuläre Thrombektomie, Stroke-Unit-Behandlung).

Folgende Maßnahmen sind angezeigt, wenn eine akute neurologische Symptomatik im Katheterlabor auftritt:
• Unterbrechung der Untersuchung oder der Intervention
• Verständigung des Neurologen im eigenen Krankenhaus oder – falls nicht vorhanden – unmittelbarer Kontakt zur nächsten Stroke Unit
• Belassung der Schleuse im punktierten Gefäß
• Dokumentation der verabreichten, insbesondere gerinnungsaktiven Medikamente
• Falls möglich, unmittelbare Verlegung in die nächste Stroke Unit mit der Möglichkeit der oben aufgeführten therapeutischen Optionen

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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