Rektumadenome endoskopisch entfernen, nicht operieren

Es werden immer noch zu viel benigne Kolonneoplasien operiert, obwohl Mortalität und Morbidität höher sind, kritisierte Andrea May von der Medizinischen Klinik II und IV am Sana Klinikum Offenbach auf dem 11. DGAV-Chirurgie-Update-Seminar am 15. und 16. Februar 2019 in Wiesbaden.
Eine aktuelle randomisierte Studie zeigt zum ersten Mal, dass die endoskopische Mukosaresektion bei der Entfernung großer benigner rektaler Adenome der transanalen endoskopische Mikrochirurgie mit Blick auf Rezidive ebenbürtig ist. Schwere Komplikationen traten mit der endoskopische Mukosaresektion deutlich seltener auf, und außerdem ist dieses Vorgehen kostengünstiger.

Die transanale endoskopische Mikrochirurgie hat somit keinen Stellenwert mehr in der Behandlung benigner Rektumadenome, kommentierte May diese Daten. Eine Vorstellung vor Operation an einem Zentrum für interventionelle Endoskopie sollte zum Wohle der Patienten eingefordert werden.

(Barendse RM et al.; TREND Study group: Randomised controlled trial of transanal endoscopic microsurgery versus endoscopic mucosal resection for large rectal adenomas (TREND Study). Gut 2018; 67: 837-846)

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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