Cholezystektomie bei Cholezystitis – wann und wie?

Die Cholezystektomie ist das therapeutische Mittel der Wahl bei akuter Cholezystitis und sollte innerhalb von 24 Stunden nach der stationären Aufnahme erfolgen, berichtete Thomas Becker von der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel, auf dem 11. DGAV-Chirurgie-Update-Seminar am 15. und 16. Februar 2019 in Wiesbaden.
Die laparoskopische Cholezystektomie soll ggf. auch jenseits der 72 Stunden-Grenze frühelektiv bei akuter Cholezystitis durchgeführt werden. Auch bei Hochrisikopatienten sollte eine frühe laparoskopische Cholezystektomie durchführt werden; diese ist der Therapie mittels perkutaner Drainage überlegen.

Für die laparoskopische Cholezystektomie ist die Multiport-Technik (4 Trokare) als Standardtechnik anzusehen. Operationstechniken mit einer reduzierten Anzahl an Zugängen werden derzeit nicht als Standardtechniken empfohlen, sind jedoch bei ausreichender Expertise in Zentren möglich und wohl ebenso sicher. Eine Single-Incision-Laparoskopic-Surgery (SILS) kann bei entsprechender Erfahrung ebenfalls sicher Anwendung finden.

Die da-Vinci-assistierte Cholezystektomie erreichte ein ebenso gutes Ergebnis hinsichtlich des postoperativen Outcomes wie die Single-Incision-Cholezystektomie. Sie ist jedoch deutlich teurer als die etablierten Verfahren, so dass diese zu bevorzugen sind, erklärte Becker.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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