Medizinische Aspekte für eine Blepharoplastik

Die Diskussion über das Ausmaß der funktionellen Beeinträchtigung durch eine Oberliddermatochalasis, das eine medizinische Indikation für die Blepharoplastik rechtfertigt, wird regelmäßig geführt, erklärte Ulrich Schaudig von der Augenklinik an der Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg, auf dem 8. Ophthalmologie-Update-Seminar am 16. und 17. November 2018 in Wiesbaden. Aktuell liegt die Grenze bei ca. 20°.
Ein wesentlicher und in der täglichen Praxis des okuloplastischen Chirurgen nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Abwägung zwischen Funktion und Ästhetik, zumal die Blepharodermatochalasis nicht nur das Gesichtsfeld einschränken kann, sondern auch einen Einfluss auf Astigmatismus und Kontrastsensitivität haben kann. Eine Arbeit aus der internationalen Literatur weist anhand einer Literaturübersicht über einige ältere (90er Jahre) und neuere Arbeiten (2013–2015) auf weniger beachtete Einschränkungen hin, die durch eine Blepharodermatochalasis hervorgerufen und nach Blepharoplastik verbessert werden können: Einschränkung der Kontrastsensitivität, vermehrte Aberrationen höherer Ordnung und vermehrter Astigmatismus. Dies verdient im Einzelfall Beachtung und kann den funktionellen gegenüber dem ästhetischen Aspekt betonen, so Schaudig. (Bhattacharjee K, Misra DK, Deori N: Updates on upper eyelid blepharoplasty. Indian journal of ophthalmology 2017; 65: 551-558, DOI: 10.4103/ijo.IJO_540_17) G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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