Adrenalin in der Reanimation

Die Gabe von Adrenalin bei der Reanimation außerhalb des Krankenhauses kann die Überlebensraten verbessern, allerdings auf Kosten einer Zunahme von schweren neurologischen Folgen, berichtete Gunnar Klein von der Praxis und Klinik für Kardiologie, Rhythmologie & Elektrophysiologie in Hannover auf dem 13. DGIM-Internisten-Update-Seminar am 9. und 10. November 2018 in Mainz.
Die Daten der im Jahr 2018 veröffentlichten PARAMEDIC-2-Studie zeigen, dass die Gabe von Adrenalin alle 3 bis 5 Minuten im Rahmen einer Reanimation außerhalb des Krankenhauses zu einer höheren Rate an Wiedereinsetzen der spontanen Zirkulation (36,3 % versus 11,7 %) führt und die 30-Tage-Überlebensrate um ca. 39 % gesteigert wird. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten von schweren neurologischen Folgen war in der Adrenalingruppe allerdings 1,7-fach höher als in der Plazebo-Gruppe.

Da dies prospektiv in der Situation der Reanimation nicht absehbar ist, wird wohl die weitere Gabe von Adrenalin 1 mg alle 3 bis 5 Minuten weiter empfohlen werden, kommentierte Klein. Allerdings zeigen die Daten der PARAMEDIC-2-Studie wieder eindrucksvoll, dass die Prognose der Reanimation außerhalb des Krankenhauses mit einer Überlebensrate von 2 % bis 3 % katastrophal sei.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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