Kein erhöhtes systemisches Krankheitsrisiko durch Silikon-Brustimplantate

Brustimplantate aus Silikon stellen kein erhöhtes Risiko für das Auftreten etwa von entzündlichen Systemerkrankungen dar, erklärte Gabriela Riemekasten von der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, auf dem 13. Rheumatologie-Update-Seminar am 16. und 17. März 2018 in Wiesbaden.
Das zeigt eine große aktuelle Studie der FDA, die für die Sicherheit von Therapien in den USA verantwortlich ist. Sie untersuchte (nach Brustimplantationen in mehr als 1.000 verschiedenen Einrichtungen) bei 55.279 Frauen das Auftreten von Kollagenosen, neurologischen Erkrankungen, Krebs und Suiziden nach einer Silikonbrustimplantation, die aus verschiedenen Gründen durchgeführt worden war.

Die Patientinnen wurden für mindestens fünf bis acht Jahre nachverfolgt. Die standardisierte Inzidenzrate betrug 1,4 für Zervixkarzinome, 0,8 für Hirntumoren, 0,3 für multiple Sklerose und 0,1 für Lupus-erythematodes-ähnliche Erkrankungen. Auch die Suizidrate war nicht erhöht.

(Singh N, Picha GJ, Hardas B, Schumacher A, Murphy DK: Five-year safety data for more than 55,000 subjects following breast implantation: Comparison of rare adverse event rates with silicone implants versus national norms and saline implants. Plast Reconstr Surg. 2017 Oct; 140 (4): 666-679)

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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