Deeskalation in der Rheumatherapie möglich

Wurde in der Behandlung einer rheumatoiden Arthritis unter einer Therapie mit Biologika das Therapieziel der Remission erreicht, besteht die Möglichkeit der Deeskalation, d. h. der Dosisreduktion der Therapie aus ökonomischen Gründen, berichtete Christoph Fiehn, Tagungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), auf einer Vorab-Pressekonferenz am 5.September 2018 in Berlin anlässlich des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).
Klar ist die Evidenz dafür, dass zwar Verlängerungen der Applikationsfrequenzen von solchen biologischen DMARD (krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Medikamenten), nicht aber das komplette Absetzen unter Umständen möglich sind. Voraussetzung dafür sind jedoch eine anhaltende Remission für mindestens sechs Monate.

Diese Erkenntnis bewahrt viele Patienten vor vermeidbaren Schüben ihrer Erkrankung, welche durch Versuche ausgelöst werden könnten, aus Kostengründen z. B. ein teures Biologikum in der trügerischen Hoffnung auf anhaltende Remission wieder abzusetzen, so Fiehn. Dass nach der aktuellen S2e-Leitlinie „Behandlung der
rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten (DMARDs)“ knappe Ressourcen, insbesondere der rheumatologischen Versorgung, und hohe Kosten von Medikamenten in die Überlegungen miteinbezogen werden, verstehe sich aber von selbst.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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