Substitutionstherapie bei Opiatabhängigkeit

Welche Präparate in der Substitutionstherapie bei Opiatabhängigkeit verwendet werden sollen, erklärte Martin Bohus vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim auf dem 8. Psychiatrie-Update-Seminar am 9. und 10. März 2018 in Wiesbaden.
Die Opiatersatztherapie mit Bupropion und Methadon reduziert den Konsum von Heroin und Kokain deutlich und über einen langen Beobachtungszeitraum. Buprenorphin wird empfohlen, wenn Patienten in den ersten 4 Wochen der Einstellung ein hohes Mortalitätsrisiko haben. Zu diesem tragen beispielsweise die Abhängigkeit von Benzodiazepinen, eine psychiatrische oder allgemeine Komorbidität und eine Vorgeschichte mit Überdosierungen bei.

Umgekehrt wird aber auch vor höheren Drop-Out-Raten unter Buprenorphin gewarnt, sodass dementsprechend keine Einwände bestehen würden, nach Ablauf der ersten 4 Wochen auf Methadon umzustellen, so Bohus. Bei der Substitution seit zudem besonders auf erhöhten Alkoholkonsum zu achten, der zu weiteren Gesundheitsfolgeschäden führen könne.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden
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