Tiefe Hirnstimulation beim Gilles-de-la-Tourette-Syndrom

Die Wirksamkeit einer tiefen Hirnstimulation beim Gilles-de-la-Tourette-Syndrom ist vielversprechend, zumal andere Behandlungsmethoden oft nur eine begrenzte Wirksamkeit haben, berichtete Prof. Dr. Ulrich Voderholzer von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee auf dem 7. Psychiatrie-Update-Seminar am 24. und 25. März 2017 in Mainz. Das zeigt eine aktuelle Kohortenstudie mit 48 Patienten, die auf konventionelle Behandlungsmethoden nicht ausreichend angesprochen hatten.
Angesichts der mit dem chirurgischen Eingriff verbundenen Risiken sollte aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine tiefe Hirnstimulation als nur letzte therapeutische Option in sorgfältig ausgewählten Fällen durchgeführt werden. Da bei diesem Störungsbild sowohl Psychotherapie als auch Pharmakotherapie oft nur sehr begrenzt wirksam sind und die psychosozialen Folgen extrem hoch sein können, ist bei dieser neuropsychiatrischen Erkrankung die tiefe Hirnstimulation allerdings eine möglicherweise wichtige zukünftige Behandlungsoption.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden

Servello D, Zekaj E, Saleh C et al.: Deep brain stimulation in Gilles de la Tourette Syndrome: What does the future hold? A cohort of 48 patients. Neurosurgery. 2016;78(1):91-100
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