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MedSach Ausgabe: 03-2019, Seite 94 - 98
Ch. Braun

Die neuen Kriterien für den Blindheitsnachweis bei zerebralen Funktionsstörungen

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Beim Vorliegen zerebraler Funktionsstörungen werden spezielle Anforderungen an den Blindheitsnachweis gestellt. Der Beitrag arbeitet die Auswirkungen der aktuellen Rechtsprechung, die aus Sicht des Autors nun einen (vorläufigen) Schlusspunkt gesetzt hat, hierauf im Einzelnen heraus. Wichtigstes Ergebnis ist, dass Blindheit auch bei einer allgemeinen Wahrnehmungsstörung vorliegen kann. Nach dem Verzicht auf die Abgrenzung des visuellen Erkennensvorgangs von dem des bloßen visuellen Benennens und dem Wegfall der Prüfung einer spezifischen Sehstörung ist künftig – jedenfalls im Blindengeldrecht – aber zudem abzuklären, ob ein blindheitsbedingter Mehraufwand für den Betroffenen aufgrund der Eigenart seines Krankheitsbildes überhaupt bestehen kann. Auch hierfür wird oftmals Bedarf für sachverständige Feststellungen bestehen.

Stichworte: Blindheit – zerebrale Funktionsstörungen – Verarbeitung optischer Reize im Bewusstsein – Ausgleich des blindheitsbedingten Mehrbedarfs – rechtsvernichtender Einwand der Zweckverfehlung – Erkennen/Benennen – Begutachtung

Abstract English

New criteria for documentary evidence of blindness in the case of cerebral disorders

Abstract: There are specific requirements for documentary evidence of blindness in the case of cerebral disorders. The article identifies the implications of current case law, which has drawn a line under this matter for the time being in the authors view. The most important finding is that blindness can also exist in the case of a general sensory disorder. However, now that there is no longer any differentiation between the visual recognition process and that of purely visual naming, and the examination for a specific visual impairment has been discontinued, it must also be clarified in future in legislation on disability benefits for the blind at any rate whether there can even be any additional blindness-related expenditure for the person concerned based on the nature of his clinical picture. There will often be a need for expert assessments for this purpose, too.

Keywords: blindness cerebral disorders processing of visual stimuli in the consciousness balancing of additional blindness-related demand plea by way of confession and avoidance of the failure of purpose recognition/naming expert assessment

Anschrift des Verfassers:
Dr. jur. Christian Braun

Richter am Bayer. Landessozialgericht
Bayer. Landessozialgericht
Ludwigstraße 15

80539 München

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Blindengeldrecht (60%)

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