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MedSach Ausgabe: 04-2018, Seite 154 - 157
J. Francke

Erste Erfahrungen mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Seit dem 01.01.2017 ist der mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz eingeführte neue Pflegebedürftigkeitsbegriff Grundlage für die Begutachtung zur Feststellung des Pflegegrades. Statt einer Ermittlung des Zeitaufwandes für den konkreten Unterstützungsbedarf bei gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen wird nunmehr auf die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten, die für die eigenständige Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens notwendig sind, abgestellt. In sechs Bereichen bzw. Modulen sollen die Beeinträchtigungen mit einem Punktesystem bewertet werden. Eine Addition der Einzelpunkte führt allerdings noch nicht zur Zuordnung zu Pflegegraden. § 15 Abs. 3 Satz 1 SGB XI schreibt hierfür vielmehr eine mehrschrittige Berechnungsfolge vor. Durch den Einsatz von EDV-Programmen werden die aufwändigen Berechnungen für die Praxis handhabbar. Durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erhalten Personen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen jetzt erstmals Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Stichworte: Pflegeversicherung – Pflegegrad – Begutachtung – Pflegesachverständige – psychische Auffälligkeiten – kognitive Einschränkungen

Abstract English

Initial experience with the Second Care Support Act (Pflegestärkungsgesetz II)

Abstract: The new definition of the need for long-term nursing care (Pflegebedürftigkeitsbegriff) introduced by the Second Care Support Act (Pflegestärkungsgesetz II) on 01.01.2017 forms the basis for assessing and ascertaining the degree of care. Instead of determining the amount of time actually required for individual support with routine tasks, attention is now being paid to health impairments which have an adverse effect on independence or on the capabilities required to deal independently with activities of daily life. The impairments are to be evaluated by using a point system in six areas and modules. As yet, however, the sum total of the individual points is not used to classify degrees of care. Rather, section 15 (3) sentence 1 of the German Social Code XI (SGB XI) prescribes a multistage calculation system for this purpose. The use of software programs makes the complex calculations manageable. As a result of this new concept for the assessment of level of care, people with cognitive and mental impairments are now receiving benefits from nursing care insurance for the first time.

Keywords: nursing care insurance degree of nursing care assessment appraiser of nursing care mental disabilities cognitive impairments

Anschrift des Verfassers:
Joachim Francke, Rechtsanwalt
Francke Rechtsanwälte
Homberger Straße 5
40474 Düsseldorf

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Pflegegrad (52%)Unterstutzungsbedarf (45%)

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