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MedSach Ausgabe: 04-2018, Seite 158 - 161
U. Kissels, B. Fleer

Aufgaben von Ärzten und Pflegefachkräften bei der Begutachtung im SGB XI

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Im Rahmen des Verfahrens zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit prüfen die Medizinischen Dienste im Auftrag der Pflegekassen, ob die Voraussetzungen von Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welcher Pflegegrad vorliegt. Die Feststellung von Pflegebedürftigkeit erfolgt unter Anwendung eines pflegefachlich begründeten Begutachtungsinstrumentes. Hierzu muss der Gutachter den Schweregrad der Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten in sechs elementaren Lebensbereichen feststellen. Die gutachterlichen Einschätzung zu den Beeinträchtigungen der Selbständigkeit und der Fähigkeiten erfolgt in den Bereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte sowie dem Vorliegen einer besonderen Bedarfskonstellation. Die Einzelergebnisse zu den Beeinträchtigungen der Selbständigkeit und der Fähigkeiten werden nach den in § 15 SGB XI festgelegten Berechnungsregeln zusammengeführt und bestimmen das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit. Dazu sind im Rahmen der Begutachtung durch die Ärzte und Pflegefachkräfte weitere versorgungsrelevante Informationen zu erheben, hier für Bereiche Haushaltführung und Teilhabe (außerhäusliche Aktivitäten). Pflegebedürftigkeit ist kein unveränderbarer Prozess sondern durch Maßnahmen der Pflege, Krankenbehandlung, Einzelmaßnahmen mit präventiver und rehabilitativer Zielsetzung oder durch Leistungen der medizinischen Rehabilitation beeinflussbar. Darüber hinaus müssen die Gutachter der Pflegekasse Hinweise zur Verbesserung/Veränderung der Pflegesituation geben und auch Aussagen treffen, ob die häusliche Pflege sichergestellt ist.

Stichworte: Pflegebedürftigkeit – Begutachtung – Berechnungsregeln – Pflegesituation

Abstract English

Role of doctors and nurses in assessment pursuant to German Social Code XI (SGB XI)

Abstract: As part of the procedure to ascertain the need for long-term care, the medical advisory services working on behalf of care insurance funds have to verify whether the criteria for the need for long-term care are met and what degree of care is required. An assessment tool from evidence-based nursing practice is used to determine the need for long-term care. The assessor must determine the severity of impairments to independence or to capabilities in six elementary areas of life. The expert assessment of the impairments to independence and capabilities covers the areas of mobility, cognitive and communication skills, behaviour and mental health, self-care, ability to deal with sickness or therapy-related requirements, managing everyday life and social contacts, as well as the existence of a particular set of needs. The individual findings on the impairments to independence and capabilities are consolidated in accordance with the calculation rules set out in Section 15 of the German Social Code XI (SGB XI) and determine the extent of the need for long-term care. Further information of relevance to patient-centred care must be collected within the scope of the assessment by doctors and nurses, namely in the areas of housekeeping and participation (activities outside the home). The need for long-term care is not an immutable process. On the contrary, it can be affected by nursing care, medical treatment, individual preventive and rehabilitative measures or by medical rehabilitation services. Assessors working on behalf of care insurance funds must also provide information on any improvements/changes to the long-term care situation and state whether home care is guaranteed.

Keywords: need for long-term care assessment calculation rules long-term care situation

Anschrift des Verfassers:
Ulrike Kissels, Leiterin Fachbereich Pflege
MDK Nordrhein Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
Berliner Allee 52
40212 Düsseldorf

 

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Pflegekasse (46%)

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