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MedSach Ausgabe: 05-2016, Seite 204  
S. Grotkamp

Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter – was beim Zugang und der Begutachtung dieser Leistungen zu Lasten der GKV zu beachten ist

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Seit 2002 erbringen die gesetzlichen Krankenkassen vollumfänglich stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Väter gemäß §§ 24 und 41 SGB V, sofern die kurative Versorgung des auslösenden Gesundheitsproblems nicht ausreicht und deshalb ein komplexer, also interdisziplinärer und mehrdimensionaler Behandlungsansatz erforderlich ist. Ein auf die Zielgruppe der in aktueller Erziehungsverantwortung stehenden Personen ausgerichtetes Behandlungsangebot wird ausschließlich in Einrichtung des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtung vorgehalten. Die gesetzliche Vorschrift „ambulant vor stationär“ greift für diese Leistungen nicht. Die besonderen Zusammenhänge zwischen der Mutter-Kind- bzw. Vater- Kind-Gesundheit einschließlich der Verbesserung einer evtl. gestörten Mutter-/Vater-Kind-Beziehung erfordern ein spezialisiertes Angebot, wie es nur in diesem stationären Setting vorgehalten wird. Die Therapien werden entsprechend der mütter-/väterspezifischen Problemkonstellationen und Kontextfaktoren individuell und bedarfsgerecht zusammengestellt. Sofern der Erfolg der Maßnahme für die Mutter oder den Vater durch die Mitaufnahme des Kindes verbessert oder überhaupt erst hergestellt werden kann, sollte es nach Möglichkeit zusammen mit dem antragstellenden Elternteil aufgenommen und in seine Therapien intergiert werden, auch wenn es aufgrund einer eigenen Erkrankung behandlungsbedürftig ist. Bei der Allokationsempfehlung ist dann allerdings darauf zu achten, dass die Maßnahme für die Mutter oder den Vater in einer Einrichtung durchgeführt wird, die auch die Behandlung des Kindes ermöglicht.
Streng zu trennen von der Behandlungsbedürftigkeit des Kindes ist eine ggf. bestehende eigene Vorsorge- oder Rehabilitationsindikation des Kindes. Sind die Kriterien für eine Vorsorge oder Rehabilitation beim Kind erfüllt, können die Leistungen sowohl gemäß §§ 23 oder 40 SGB V zu Lasten der Krankenkasse oder gleichrangig für die Rehabilitation nach § 31 SGB VI zu Lasten des Rentenversicherungsträger durchgeführt werden. Bei der Verordnung von Rehabilitation zu Lasten der Krankenkasse auf Muster 61, Teil D, ist eine dementsprechende eindeutige Allokationsempfehlung abzugeben.

Stichworte: Mutter-/Vater-Kind-Kur – Mütter-/väterspezifische Problemlagen – Rehabilitation für Kinder und Jugendliche – Allokation – Begutachtung

Anschrift des Verfassers:
Dr. med. Sabine Grotkamp MHM
Leiterin der SEG 1 „Leistungsbeurteilung/Teilhabe“
MDK Niedersachsen,
Geschäftsbereichs SEG 1
Hildesheimer Straße 202
30519 Hannover

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Allokationsempfehlung (53%)Vater (47%)Kindgesundheit (40%)

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