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MedSach Ausgabe: 02-2016, Seite 56  
F. Keller, U. Schairer, B. Kappis, U. T. Egle

Sozialmedizinische Begutachtung bei chronischen Schmerzzuständen

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Bei ca. zwei Drittel der in Rentenverfahren vor Sozialgerichten zur Verhandlung kommenden Fälle der neurologisch-psychiatrischen und chirurgisch- orthopädischen Fachgebiete stehen Schmerzen im Vordergrund der Beschwerden. Beauftragte Gutachten müssen nach dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand gefertigt werden. Bei der Begutachtung von Personen mit chronischen Schmerzen müssen die indirekten Parameter sorgfältig erhoben und in einer Art Puzzle miteinander in Verbindung gesetzt werden. Die neurobiologischen Forschungserkenntnisse der letzten Jahre beinhalten einen weitreichenden Paradigmenwechsel für Diagnostik, Differenzialdiagnose, Therapie und Begutachtung chronischer Schmerzerkrankungen. Das Schmerzverarbeitungssystem im Gehirn ist sehr eng mit dem Stressverarbeitungssystem verzahnt. Deshalb reicht eine ausschließlich am Ausmaß der peripheren Gewebsschädigung orientierte Bewertung nicht aus. Psychische, soziale und biographische Einflussfaktoren müssen sorgfältig und gezielt abgeklärt, bewertet und gegebenenfalls auch die Möglichkeit eines rein zentral generierten Schmerzgeschehens berücksichtigt werden. Die Umsetzung der aktuellen Leitlinie für die ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen ist Gegenstand diverser Fortbildungen, u. a. eines Curriculums und Abfassung eines Leitfadens der Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie IGPS.

Stichworte: Chronische Schmerzen – Begutachtung – aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisstand – Paradigmenwechsel – psychische, soziale und biographische Einflussfaktoren

Anschrift des Verfassers:
Dipl.-Betriebswirt (FH) Fritz Keller
Vizepräsident des Landessozialgerichts
Thüringer Landessozialgericht
Rudolfstraße 46
99092 Erfurt

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Stressverarbeitungssystem (46%)Schmerzverarbeitungssystem (46%)Schmerzgeschehen (44%)

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