MedSach Ausgabe: 05-1999, Seite 145  
Stevens, A., Foerster, K.

Schizophrene Psychose, Wehrdienst, Lebensereignisse und die Kannversorgung

Abstract deutsch

Zusammenfassung: Für den psychiatrischen Sachverständigen stellt sich immer wieder die Frage nach einem möglichen ursächlichen Zusammenhang zwischen besonderen Belastungen des Wehrdienstes und nachfolgenden schizophrenen Psychosen. Die in den -Anhaltspunkten- hierzu gegebenen Richtlinien, insbesondere die -Kannversorgung- entspricht dem Kenntnisstand Anfang der 90er Jahre. Die vergangenen Jahre haben zu einem erheblichen Wissenszuwachs über den Einfluß von Lebensereignissen auf psychische Erkrankungen, insbesondere auf schizophrene Psychosen, geführt. Aufgrund dieser Kenntnisse ergeben sich für die Verursachung von schizophrenen Psychosen durch Lebensereignisse keine haltbaren Argumente. Schwerwiegende Lebensereignisse vermögen eine Reihe psychischer Auffälligkeiten hervorzurufen, allerdings keine schizophrenen Psychosen. Aufgrund dieses Wissenszuwachses scheint aus psychiatrischer Sicht die -Kannversorgung- bei schizophrenen Psychosen problematisch.

Stichworte: -

Anschrift des Verfassers:
Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Stevens Sektion Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Tübingen Osianderstr. 24 72076 Tübingen

 

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Lebensereignis (43%)Wissenszuwachs (37%)Wehrdienst (26%)

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